Vortrag wissenschaftlicher Verein – Dr. Jonathan Harth

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Vortrag wissenschaftlicher Verein – Dr. Jonathan Harth

19:00 bis 21:00
18. Dezember 2018

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Wissenschaftlicher Verein

021662 3140

https://www.wissenschaftlicherverein.de/

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Vortrag wissenschaftlicher Verein – Dr. Jonathan Harth

19:00 bis 21:00
18. Dezember 2018

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Virtuelle Realitäten. Freiheit vom Hier und Jetzt?

Was ist das Besondere an Virtual Reality (VR) – Technologien und in welcher Weise könnte man diese Technik dafür nutzen, das gewohnte „Koordinatensystem“ von Wirklichkeit zu verändern?  In Jonathan Harths Vortrag werden diese Fragen aufgegriffen und zur Diskussion gestellt. Zunächst wird die technologische Basis und Funktionsweise von VR vorgestellt und erläutert, um dann zu der Frage zu gelangen, inwiefern die Bedeutung von Körper, Selbst und gesellschaftlichen Strukturen durch diese Technologien neu bestimmt werden können.

Mit VR stellt sich zum Beispiel die Frage, welche Wirkung es eigentlich auf das eigene Selbstbild hat, wenn man als Nutzerin oder Nutzer in eine fremde und vielleicht auch beängstigende Umgebung eintaucht, dabei in einen Körper des anderen Geschlechts versetzt wird und mit fremden Wesen zu kommunizieren beginnt, von denen man nicht weiß, ob sie der Avatar einer weiteren menschlichen Person sind oder bloß ein virtueller Bot? Mit diesen noch ungewöhnlich klingenden Fragen wird deutlich, auf welche Weise die VR-Technologie die gewohnte Verortung des Selbst in der Welt herausfordert.

Dr. Jonathan Harth studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie an der Freien Universität Berlin und der Universität Wien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Soziologie der Digitalisierung (insbesondere Virtual Reality und Sozialität unter Bedingungen maschineller Intelligenz) und Religionssoziologie (westlicher Buddhismus). In seiner Dissertation beschäftigte sich Harth mit dem medienpraktischen Umgang mit computergesteuerten Spielpartnern. Derzeit arbeitet Jonathan Harth am Lehrstuhl für Soziologie der Universität Witten/Herdecke im DFG-Forschungsprojekt „Buddhismus im Westen“ und widmet sich der praxistheoretischen Rekonstruktion buddhistischer Schulungswege (Theravāda, Zen und tibetischer Buddhismus).