Vortrag wissenschaftlicher Verein – Prof. Dr. Herfried Münkler

Vortrag

Event details

  • 4. Dezember 2018
  • 19:00 bis 21:00
  • 021662 3140

Contact event manager

Mitteilung Frage Kritik

Book your tickets

Thank you Kindly

Vortrag wissenschaftlicher Verein – Prof. Dr. Herfried Münkler

19:00 bis 21:00
4. Dezember 2018

000000

Wissenschaftlicher Verein

021662 3140

Organizer's other events

Vortrag wissenschaftlicher Verein – Prof. Dr. Herfried Münkler

19:00 bis 21:00
4. Dezember 2018

PRINT

Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen für die Ordnung Europas

Kriege vom Typus „Dreißigjähriger Krieg“ unterscheiden sich von klassischen Staatenkriegen nicht nur durch ihre lange Dauer, sondern auch darin, dass in ihnen Staatenkrieg und Bürgerkrieg, äußerer und innerer Krieg zusammenfließen. Obendrein war der Krieg von 1618-1648 ein Konfessionskrieg sowie ein Hegemonialkrieg. Die im Frieden von Münster und Osnabrück durchgesetzte Ordnung folgte dem Imperativ, eine solche Überlagerung von Kriegstypen in Zukunft zu verhindern, was ihr auch im Wesentlichen gelang. Inzwischen ist die Westfälische Ordnung jedoch zu Ende gegangen, und wir beobachten an der europäischen Peripherie wieder Krieg vom Typus „Dreißigjähriger Krieg“. Was also können wir aus einer sorgfältigen Beschäftigung mit der Zeit von 1618-1648 für Gegenwart und Zukunft lernen?

Prof. Dr. phil. Herfried Münkler hat als einer der renommiertesten Politikwissenschaftler Deutschlands den Lehrstuhl für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

2004/05 war er Gastprofessor am Wissenschaftszentrum für Sozialwissenschaften Berlin, 2001 Akademieprofessor an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Zuvor war er Gastdozent am Institut für Höhere Studien Wien (1993). 2012/13 erhielt er das Opus-Magnum-Stipendium der VW-Stiftung und 2016/17 wurde er Fellow der Siemens-Stiftung in München. Er beteiligt sich an zahlreichen Forschungsprogrammen der DFG, der VW- und der Thyssenstiftung und leitete mehrere Arbeitsgruppen an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2009 erhielt er den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse, ebenfalls 2009 den Dr.-Meyer-Struckmann-Preis der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 2014 die Hoffmann von Fallersleben-Medaille der Stadt Höxter sowie 2016 den Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach. Seine wichtigsten Veröffentlichungen sind: „Machiavelli“ (1982), „Die neuen Kriege“ (2002), „Imperien. Die Logik der Weltherrschaft“ (2005), „Die Deutschen und ihre Mythen“ (2009), „Der große Krieg. Die Welt 1914-1918“ (2013), „Macht in der Mitte“ (2015), „Kriegssplitter“ (2015) sowie (zus. mit Marina Münkler) „Die neuen Deutschen“ 2016; „Der Dreissigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma 1618-1648“ (2017).